DFS Gruppe schließt Projekt für die Zivilluftfahrtbehörde Afghanistan ab

Im zweiten Quartal dieses Jahres hat ein Team aus Experten der DFS Aviation Services und ihrem Mutterkonzern DFS Deutsche Flugsicherung ein umfangreiches Projekt mit Beratungsleistungen und Sicherheitsfallstudien zu Wide Area Multilateration (WAM) -Überwachungssystemen für den oberen Luftraum von Afghanistan und die Anflugkontrolle des Flughafens Mazar-e Sharif abgeschlossen.

2018.07.18 Projekt CAA Afghanistan DFS Aviation Services 450Die verantwortliche afghanische Flugsicherung Afghanistan Civil Aviation Authority (ACAA) beauftragte die Gruppe mit der Beratung in 2016, basierend auf ihrem Know-how und ihrer langjährigen Erfahrung im Betrieb von Multilaterationssystemen. Die Kocks Consult GmbH vertrat die ACAA in Vertragsangelegenheiten.

Die Sicherheitsfall- und Implementierungsstudien für die WAM-Systeme - die vom Auswärtigen Amt Deutschland, über die KfW-Bankengruppe finanziert und vom internationalen Technologiekonzern Thales installiert wurden – initiierte die Flugsicherung Afghanistans, um die ausreichende Sicherheit der reduzierten Separation bei der Anwendung von WAM-Systemen zu demonstrieren.

In den vergangenen Jahren unterstützte das Projektteam die Kollegen vor Ort durch Workshops zu den Themen Sicherheit, Betrieb, Schulung, Technologie und Transition. Die Ergebnisse wurden in umfassenden Sicherheitstestfällen, detaillierten betrieblichen und technischen Konzepten sowie Leitfäden für Trainings- und Übergangspläne zusammengefasst.

Derzeit läuft bereits ein Folgeprojekt zur Bereitstellung des DFS Flugsicherungssystems PHOENIX am Flughafen Tower in Mazar-e Sharif. Dieses wird voraussichtlich noch im Juli 2018 abgeschlossen.

Ein Wide Area Multilateration (WAM)-Überwachungssystem liefert Positionsdaten von Flugzeugen und hilft bei der Verfolgung von diesen auf der Strecke, auch in bergigen Gebieten ohne Radarabdeckung, wie es in Afghanistan der Fall ist. Im Vergleich zu Radaranlagen, arbeiten WAM-Systeme mit kostengünstigen, aber hoch leistungsstarken, kleinen Sensoren welche in abgelegenen Gebieten eingesetzt werden können. Die Technologie empfängt Signale von Flugzeugtranspondern und nutzt die Zeitdifferenz zwischen den Eingängen dieser Nachrichten an mehreren Bodenempfangsstationen. Dann wird der Standort des Flugzeugs mathematisch berechnet - typischerweise in zwei Dimensionen. Zusätzlich übertragen die Flugzeugsysteme die Höhe von diesem. Ein automatisiertes Flugsicherungssystem übermittelt die Position, Höhe und andere Daten des Flugzeugs an den Arbeitsplatz der Fluglotsen, welche die sichere Trennung des Flugzeugs gewährleisten. 

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